Autor: Timo Koschig

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Vom Newsletter zum Messenger-Marketing?

Immer wieder hört man die E-Mail und damit das Newsletter-Marketing sei tot und werde von den sozialen Netzwerken ersetzt. Das stimmt so nicht. Sicher die persönliche Kommunikation findet zunehmend häufiger über andere Kanäle statt, die Nutzung von E-Mails ist in Deutschland jedoch auch weiterhin konstant: Quelle: Eurostat; Verfügbar unter: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/204272/umfrage/nutzung-des-internets-fuer-versenden-empfangen-von-e-mails-in-deutschland/ Gerade im Geschäftsbereich ist die E-Mail immer noch die erste Wahl und wird es mittelfristig wohl auch bleiben. Ein anderer Aspekt der in diesem Zusammenhang immer wieder aufkommt, ist der Medienwandel von der Push- zur Pull-Kultur. Durch die dauerhafte Verfügbarkeit von Inhalten entscheiden die Menschen selbst, welche Inhalte sie wann und wo nutzen möchten und welche eben nicht. Die zeitversetzte Nutzung ist heutzutage zwar gang und gäbe, aber es handelt sich dabei nicht um eine komplette Verdrängung. Denn wofür aktiviert man die Push-Nachrichten von Zeitungs-Apps, liked facebook-Seiten oder abonniert YouTube Kanäle, wenn nicht um informiert zu werden, wann es etwas Neues zu entdecken gibt oder um mit den Unternehmen in Kontakt zu bleiben, die interessante Inhalte bieten? Deshalb ist der Newsletter als Direktmarketing für Unternehmen auch weiterhin relevant. …

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So „kochen“ die Millennials

Zum Kochen fehlt die Zeit „Fast zwei Drittel des gesamten altersmäßigen Mittelbaus der deutschen Gesellschaft isst mittags nicht mehr zu Hause“, stellte Dr. Wolfgang Adlwarth von der GfK in der Studie Consumers‘ Choice 15, die anlässlich der letzten Anuga erschien, fest. Anders ausgedrückt, die meisten Deutschen im berufstätigen Alter essen unterwegs. Die Küche zu Hause bleibt immer häufiger kalt und das obwohl 77% der Deutschen angibt, gern zu kochen [1]. Aus diesen Zahlen entsteht eine gewisse Diskrepanz, die nur zum Teil durch fehlende Zeit erklärt werden kann. Adlwarth spricht von „Kochlegasthenikern“, die in ihrer Extremform das Kochen komplett verlernt oder nie beigebracht bekommen haben. Aber auch diesen Menschen kann geholfen werden und das nicht nur durch eine zunehmende Anzahl von Convenience Produkten. Denn diese wachsende Wissenslücke haben nicht nur Marktforscher erkannt, sondern auch Unternehmer. Von Rezeptportalen wie Chefkoch bis hin zu der Vorschlagsseite scheissewaskocheichheute.de gibt es reichlich Anbieter, die dieses halb verlorene Wissen wieder zugänglich machen. Denn beim Kochen geht es um mehr als die reine Essenszubereitung. Kochen ist auch immer häufiger ein Lifestyle Thema und …

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Influencer Marketing – Definition und Anwendung

Was ist Influencer Marketing? Das Prinzip hinter Influencer Marketing ist einfach: Jeder hat den einen Freund, der absoluter Filmspezialist ist oder die eine Freundin, die immer die neuesten Bands kennt. Diese Freunde sind  Influencer – Experten auf ihrem Gebiet, deren Meinung in ihrem sozialen Umfeld zählt. Wenn sie uns etwas empfehlen, hat ihre Meinung Gewicht und man schaut sich zumindest den Trailer des entsprechenden Films an oder hört in ein paar Lieder des Musikers rein. Der Effekt dahinter ist nichts Neues und besteht wohl schon, solange wie Menschen miteinander kommunizieren. Nutzt man ihn online für die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen spricht man von Influencer Marketing. Aus der analogen Welt kennt man es auch als Mund-zu-Mund-Propaganda oder Word-of-Mouth Marketing. Neu ist die Bedeutung der Infuencer, die man auch klassisch als Multiplikatoren oder Meinungsführer bezeichnen könnte. Durch Blogs oder soziale Netzwerke wie YouTube, Instagram, Pinterest, Vine oder Snapchat erreichen sie mit ihren Beiträgen zum Teil ein Millionenpublikum. Das ist für Werbetreibende nicht nur wegen der enormen Reichweite interessant: Fans bringen Influencern mehr Vertrauen entgegen als irgendeinem …

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Digitale Transformation rückwärts?

Es wirkte auf den ersten Blick reichlich absurd, als man Anfang Februar die Meldung las, dass Amazon angeblich 300 bis 400 stationäre Buchläden in den USA eröffnen wolle. Der Gigant des E-Commerce, der seinen weltweiten Ruhmeszug mit dem Online-Versand von Büchern begründete, sollte nun reguläre Buchhandlungen eröffnen und damit auf ein Geschäftsmodell setzen, das nicht zuletzt durch den eigenen Markteintritt reichlich aufgewirbelt wurde? Also die digitale Transformation rückwärts? – Wohl kaum… „Amazon eröffnet Läden“ Auch wenn sich die Meldung als vorschnell erwiesen hat, so ist das, was auf den ersten Blick alles andere als plausibel klingt, bei genauerer Betrachtung eine konsequente Erweiterung des Geschäftsmodells. Bereits im November 2015 hatte Amazon seine erste Buchhandlung in Seattle eröffnet und erste Schritte in Richtung Omni-Channel Strategie unternommen. Kunden informieren und kaufen Produkte heute auf immer mehr und unterschiedlichen Kanälen. Dabei müssen sich Unternehmen darauf einstellen, dass sich die Zielgruppe in ihrem Nutzungsverhalten zum Teil erheblich unterscheidet. Auch der Wechsel von Kanal zu Kanal wird von vielen als selbstverständlich angesehen und sollte deshalb so leicht wie möglich gestaltet werden. Eine gelungene …

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Mass Customization und Crowdsourcing

SoundJam MP – die wenigsten können mit diesem Namen etwas anfangen. Dabei ist es die Software, auf der Apples iTunes basiert. Der Mac OS kompatible MP3-Player wurde ursprünglich von externen Entwicklern programmiert. Apple kaufte das Entwicklerstudio aufgrund der hohen Downloadzahlen der eigenen Nutzer auf und beschäftigte die Mitarbeiter weiter. Ein voller Erfolg, wie sich später herausstellen sollte. Aus SoundJam MP wurde Apples iTunes – das Programm, das unsere Art Musik zu kaufen und zu hören grundlegend veränderte. Was hat das nun mit den oben genannten Themen zu tun? Ganz einfach: Apple hatte mit diesem Einkauf klar seine Kunden im Blick, deswegen wurde es ein voller Erfolg. Hierin besteht die Gemeinsamkeit mit Mass Customization und Crowdsourcing – der Grundsatz die eigene Zielgruppe ernst zu nehmen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Die Idee hinter Mass Customization Aber der Reihe nach: Was ist Mass Customization überhaupt? Mass Customization beschreibt den Prozess der Individualisierung. Dabei handelt es sich aber nicht um hochpreisige Einzelanfertigungen sondern, wie der Name eben schon sagt, um ein Produkt, bei dem alle Vorteile der Massenfertigung …

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Content Marketing Best Practice: Hornbach

Was ist Content Marketing? Es wird zurzeit viel über Content Marketing geschrieben und gesprochen. Nach dem großen Hype scheint die erste Ernüchterung Einzug zu halten und viele Werber sind sich uneins, welchen Platz die Marketingform in Zukunft einnehmen wird. Die Einschätzungen reichen von riesiger Chance bis hin zu reinem Buzzword-Gehabe. Dies liegt vielleicht auch ein wenig an der etwas unscharfen Begriffsdefinition. Wikipedia fasst das Ganze dabei so: „Content Marketing ist eine Marketing-Technik, die mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten die Zielgruppe ansprechen soll, um sie vom eigenen Unternehmen und seinem Leistungsangebot oder einer eigenen Marke zu überzeugen und sie als Kunden zu gewinnen oder zu halten.“ Fehlende Relevanz und Adblocker Der Hintergrund ist der, dass gerade Online-Werbeformen wie Banner oder Pop-Ups auf immer weniger Akzeptanz bei den Nutzern stoßen. Durch technische Lösungen wie Ad-Blocker wird das Ausspielen von werblichen Inhalten von vielen Internetnutzern verhindert. Deswegen versucht Content Marketing die alte Werberfrage „Wie schaffen wir es, die Zielgruppe zu erreichen?“ umzudrehen. Ab sofort heißt es: „Wie schaffen wir es, dass die Zielgruppe uns erreicht?“. Dies soll über die oben …

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Vine Marketing Best Practice: Oreo

In sechs Sekunden eine witzige und interessante Geschichte zu erzählen ist nicht einfach. Selbst für die meisten Witze braucht man länger und auch bei dem beliebten Elevator Pitch, bei dem man versucht, jemanden über die Dauer einer Aufzugsfahrt von einer Geschäftsidee zu überzeugen, hat man meistens 30 bis 60 Sekunden Zeit, um auf den Punkt zu kommen. Sechs Sekunden, dass ist die Zeitspanne, die man hat, um auf der Videoplattform Vine seine Geschichte zu erzählen. Das Startup wurde 2012 von Twitter aufgekauft, bevor es überhaupt online gehen konnte. Diese Akquise scheint im Nachgang auch überaus plausibel, denn beide Unternehmen haben gemein, dass sie ihre Nutzer zur Verknappung und Verdichtung der eigenen Botschaft zwingen – bei Twitter reguliert durch 140 Zeichen, bei Vine über die Videodauer. Mit Vine Geschichten erzählen Vine ist ähnlich wie Instagram nicht nur eine App, die einem dabei hilft, eigene Inhalte zu erstellen, sondern diese auch in der angeschlossenen Community zu verbreiten. Die Möglichkeiten zur Bearbeitung der Videos sind zwar begrenzt, dennoch gelingt es vielen Vinern, erstaunlich kreative und überzeugende Geschichten zu erzählen. …