Alle Artikel in: Konsumtrends

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Lebensmittel per Mausklick

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der es den kleinen Tante Emma Laden um die Ecke gab? Dieser kleine schnuckelige Laden bot nicht sonderlich viel Auswahl und das Sortiment war nicht das größte. Dennoch konnte man dort so ziemlich alles kaufen, was man im Alltag benötigte. Mittlerweile ist der Tante Emma Laden Geschichte, denn nach der Zeit der riesigen Supermärkte und günstigen Discounter folgt nun das digitale Zeitalter. Neben Bekleidung und Elektrogeräten nutzen auch immer mehr Lebensmittelhändler und -hersteller die Chance, ihre Produkte online zu verkaufen. Zwar macht der digitale Handel mit Lebensmitteln gemessen am Gesamtumsatz der Branche bisher nur einen geringen Teil aus, doch sagen Experten wie das Marktforschungsinstitut GfK innerhalb der nächsten zehn Jahre einen nachhaltigen Durchbruch voraus.[1] Für uns von konsum-marketing.de Grund genug, die aktuellen Möglichkeiten des Onlineshoppings für Händler von FMCG-Marken einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Was denken die Konsumenten? Im Bereich der Modeindustrie ist Onlineshopping besonders beliebt. Mal eben ein paar Schuhe bei Zalando zu bestellen, gehört fast schon zum Alltag eines jeden Deutschen. So belegten Kleidung …

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Experten-Interview: Dominik Küstner (Hero AG) über internationale Markenkommunikation

Experten-Interview: Dominik Küstner ist International Category Director Healthy Snacks bei der Hero AG. Im Interview verrät der 36-Jährige unter anderem, was die Grundlage einer international ausgerichteten Markenkommunikation bildet. Herr Küstner, wo liegen die größten Herausforderungen einer international ausgerichteten Markenkommunikation? Küstner: Die größte Aufgabe liegt hier eindeutig darin, die eigenen Marken und Produkte für den Konsumenten wahrnehmbar zu machen. Je differenzierter und auffälliger die Botschaft, desto leichter. Jedoch sind einheitlich genutzte Differenzierungsmerkmale, wie auch auffällige Inhalte nicht in allen Fällen gleichzeitig auf mehrere Ländermärkte und Kulturen anwendbar. Und auf welcher Grundlage sollte die internationale Markenkommunikation unter diesen Voraussetzungen aufbauen? Küstner: Auf einer starken Marke. Mit deutlich herausgestellten Attributen, Consumer Benefit, und eindeutiger Abgrenzung zum Markt und Wettbewerb. Eignen sich alle Kanäle für eine international gleichgeschaltete inhaltliche Kommunikation? Küstner: Nein – hier gilt es besonders zu berücksichtigen wie in den einzelnen Ländermärkten die Medieninfrastruktur ausgebaut ist, sich Nutzungsmuster der verschiedenen Kanäle durch den Konsumenten erkennen lassen um so maximale Reichweite zu erzielen. Reichweite sollte hier oberste Prämisse sein, nicht ein spezifischer vordefinierter Kanal! Wie sieht Ihrer Meinung …

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„Du bist, was Du isst!“ – Wertewandel fordert Umdenken

Essen wird zum Lifestyle „Du bist, was Du isst!“ – so könnte das Motto eines sich immer weiter entwickelnden Konsumtrends lauten. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass Essen nicht mehr nur eine Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse darstellt, sondern immer häufiger auch die Auslebung eines Lifestyles ist. Während vor einigen Jahren ein Einkauf gar nicht günstig genug sein konnte, spielen mittlerweile Qualität und Herkunft der Lebensmittel eine weitaus wichtigere Rolle. Laut der Nestlé Studie „So is(s)t Deutschland“ vom Januar 2016 sind 46 % der Menschen in Deutschland mittlerweile dazu bereit, für ein qualitativ hochwertiges Produkt mehr auszugeben. Im Gegensatz zur Erhebung im Jahr 2011 ist hier ein Anstieg von 12 % zu verzeichnen.[1] Bezüglich des Konsums stellt die junge Zielgruppe vor allem den Aspekt der Selbstdarstellung in den Mittelpunkt ihres Handelns. Vor dem Essen wird das Gericht online gepostet, es wird geliked, geteilt und kommentiert. Die Zielgruppe 60+ dagegen folgt einem wachsenden Gesundheitstrend – „Gesund leben und fit bleiben“ ist hier das Motto. Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei dieser Entwicklung? „Die Digitalisierung hat die …

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So „kochen“ die Millennials

Zum Kochen fehlt die Zeit „Fast zwei Drittel des gesamten altersmäßigen Mittelbaus der deutschen Gesellschaft isst mittags nicht mehr zu Hause“, stellte Dr. Wolfgang Adlwarth von der GfK in der Studie Consumers‘ Choice 15, die anlässlich der letzten Anuga erschien, fest. Anders ausgedrückt, die meisten Deutschen im berufstätigen Alter essen unterwegs. Die Küche zu Hause bleibt immer häufiger kalt und das obwohl 77% der Deutschen angibt, gern zu kochen [1]. Aus diesen Zahlen entsteht eine gewisse Diskrepanz, die nur zum Teil durch fehlende Zeit erklärt werden kann. Adlwarth spricht von „Kochlegasthenikern“, die in ihrer Extremform das Kochen komplett verlernt oder nie beigebracht bekommen haben. Aber auch diesen Menschen kann geholfen werden und das nicht nur durch eine zunehmende Anzahl von Convenience Produkten. Denn diese wachsende Wissenslücke haben nicht nur Marktforscher erkannt, sondern auch Unternehmer. Von Rezeptportalen wie Chefkoch bis hin zu der Vorschlagsseite scheissewaskocheichheute.de gibt es reichlich Anbieter, die dieses halb verlorene Wissen wieder zugänglich machen. Denn beim Kochen geht es um mehr als die reine Essenszubereitung. Kochen ist auch immer häufiger ein Lifestyle Thema und …

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Mass Customization und Crowdsourcing

SoundJam MP – die wenigsten können mit diesem Namen etwas anfangen. Dabei ist es die Software, auf der Apples iTunes basiert. Der Mac OS kompatible MP3-Player wurde ursprünglich von externen Entwicklern programmiert. Apple kaufte das Entwicklerstudio aufgrund der hohen Downloadzahlen der eigenen Nutzer auf und beschäftigte die Mitarbeiter weiter. Ein voller Erfolg, wie sich später herausstellen sollte. Aus SoundJam MP wurde Apples iTunes – das Programm, das unsere Art Musik zu kaufen und zu hören grundlegend veränderte. Was hat das nun mit den oben genannten Themen zu tun? Ganz einfach: Apple hatte mit diesem Einkauf klar seine Kunden im Blick, deswegen wurde es ein voller Erfolg. Hierin besteht die Gemeinsamkeit mit Mass Customization und Crowdsourcing – der Grundsatz die eigene Zielgruppe ernst zu nehmen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Die Idee hinter Mass Customization Aber der Reihe nach: Was ist Mass Customization überhaupt? Mass Customization beschreibt den Prozess der Individualisierung. Dabei handelt es sich aber nicht um hochpreisige Einzelanfertigungen sondern, wie der Name eben schon sagt, um ein Produkt, bei dem alle Vorteile der Massenfertigung …